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Hier kommt das bisher größte Set von Xingbao: Die Xingbao Pagode

Das zukünftig größte Set von Xingbao: Die Xingbao Pagode (XB-01024)

Das bisher größte Xingbao Set ist das Maritime Museum mit etwas über 5.000 Teilen. Schon dieses Modell sieht nicht nur fantastisch aus, sondern ist auch ein echter Brocken. Über 4kg wiegt es. Nun plant Xingbao aber offenbar ein noch größeres Set, wie ein Bild vermuten lässt. Mit sage und schreibe fast 7.000 Teilen!

Das Set ist Teil der Zhonghua Street Serie, die schon heute voller toller Sets wie dem Xingbao Tea House oder der Kampfsportschule ist. Das Set mit der Nummer XB-01024 ist eine riesige chinesische Pagode, gebaut aus einer Mischung aus braunen und goldenen Steinen. Wenn wir der Abbildung glauben dürfen, ist die Xingbao Pagode fünf Stockwerke hoch.

Gefunden habe ich das Bild auf der Facebookseite von „Brick me up Jonnie“. Er hat es vor einigen Tagen gepostet und schreibt dazu, dass es sich dabei wahrscheinlich um ein kommendes Set handelt, das bald in den Vorverkauf geht.

Den einzigen Nachteil, den ich bei diesem Set sehe, ist ein möglicherweise etwas eintöniger Bau. Das ist letztlich aber dem Maßstab und der Architektur geschuldet, bei der sich aufgrund der Symmetrie viele Bauschritte wiederholen. Bei Premiumsets von LEGO wie dem Taj Mahal ist das aber auch nicht anders. Insofern: Ich bin gespannt und freue mich jetzt schon auf das Review!

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Xingbao ohne Originalverpackung? Warum ihr auf keinen Fall auf die OVP verzichten solltet

Zwei Originalkartons von Xingbao

Warum lassen einige Händler die Originalverpackung bei Xingbao weg? Das hängt mit den Lieferkosten zusammen. Wer bereits früher alternative Klemmbausteine aus einem Lager in Fernost bestellt hat, kennt das Prozedere: Um Versandkosten zu sparen, verzichten einige Händler auf den Originalkarton. Teilweise kommen die Sets sogar ohne die gedruckte Anleitung bei euch an. Stattdessen gibt es ein PDF als Mailanhang mit einem freundlichen Gruß in (oft) schlechtem Englisch. Bei Sets von Lepin oder anderen Herstellern, die einfach nur billige Kopien von LEGO verkaufen, macht das Sinn. Denn wer eine günstige Kopie des Originals kauft, tut dies meist aus Kostengründen. Die Experience, also das Auspacken, das Fühlen der Verpackung und die Freude an einem optisch schön verpackten Produkt, sind hier nebensächlich. Bei Xingbao ist das anders. Und auch ein weiterer Aspekt spielt bei Xingbao keine Rolle.

Klemmbausteine ohne Originalverpackung gehen leichter durch den Zoll

Seit 2008 sind die Steine von LEGO nicht mehr geschützt. Seither darf jeder, auch für kommerzielle Zwecke, Klemmbausteine produzieren und verkaufen. Nicht legal ist jedoch das Kopieren eines ganzen Sets wie wir es zum Beispiel bei Lepin sehen. Hier ist das Risiko, dass das Set beim Zoll abgefangen wird, relativ hoch. Die Zollbeamten schauen sich die Sendung an und wenn sie Grund zur Annahme haben, dass das Markenrecht des dänischen Marktführers oder ein Patent verletzt wird, bekommt ihr ein Schreiben. Ihr dürft dann innerhalb von zehn Tagen Stellung nehmen, andernfalls wird das Set vom Zoll vernichtet. Dies ist ein weiterer Grund, weshalb kopierte Klemmbausteinsets aus Fernost oft ohne Verpackung und Anleitung versandt werden: Die Steine selbst sind nicht geschützt und wenn weder eine Verpackung noch eine Anleitung dabei liegt, ist nicht ersichtlich, dass es sich um eine dreiste Kopie eines Sets handelt. Es sind dem Grunde nach einfach nur lose Steine und diese können legal in die EU eingeführt werden.

Nun ist Xingbao natürlich keine Kopie, sondern eine eigenständige Marke, die eigene Sets entwickelt und MOCs lizenziert. Dementsprechend können Sets von Xingbao in der EU auch völlig legal inklusive OVP verkauft werden. Die Notwendigkeit, die Originalverpackung und die Anleitung aus Zollgründen wegzulassen, besteht hier also nicht.

Xingbao Originalverpackung: Das Erlebnis eines neuen Sets lohnt sich

Bei einigen Händlern habt ihr die Wahl, Sets von Xingbao ohne Originalverpackung zu kaufen. Ich rate davon ab. Die Qualität der Verpackungen und Anleitungen von Xingbao ist wirklich hoch, teilweise sogar höher als bei LEGO. Für mich ist das Auspacken Teil des Hobbies. Wenn ich mir ein schönes Set kaufe, will ich die gesamte Erfahrung: vom Auspacken bis zum Zusammenbau. Und wenn ich möchte, kann ich mir die OVP anschließend in eine Ecke stellen. Wenn nicht, dann kommt sie in den Keller, bis das Set einmal ausgedient hat und ich es verkaufe.

Die Wahrheit ist: Xingbaos Verpackungen sind inzwischen wertiger als die von LEGO (Technic Porsche und Bugatti einmal ausgenommen). Viele OVPs von Xingbao haben einen Karton mit erhabenem Druck, den ihr nicht nur sehen, sondern auch ertasten könnt. Die Farben der Drucke sind durchweg ausgezeichnet und auch innen macht die Verpackung bei Xingbao einiges her: Die Anleitung liegt in einer Aussparung und erst darunter befinden sich die einzelnen Plastiktüten mit den Teilen. Bei den meisten Sets von Xingbao sind die Tüten außerdem durchnummeriert. Und noch etwas ist bei Xingbao besser als bei Sets aus Dänemark: Die Verpackung ist in Folie eingeschweißt und damit sowohl im Einzelhandel als auch beim Transport ausreichend geschützt. Welcher AFOL kennt nicht den Ärger, wenn man ein teures LEGO-Set bestellt, sich auf die Lieferung freut und beim Auspacken feststellt, dass der Originalkarton Kratzer oder eingedrückte Ecken hat? Zumindest vor Kratzern sind die Kartons bei Xingbao durch die Folie geschützt.

Der Originalkarton des Xingbao Muscle-Cars
Der Originalkarton des Xingbao Muscle-Cars

Wenn möglich, kann ich deshalb wirklich nur jedem empfehlen, Xingbao inklusive Originalverpackung und Anleitung zu kaufen. Bei einigen Händlern auf Aliexpress habt ihr die Wahl, andere versenden leider trotzdem immer ohne OVP. Auf der sicheren Seite seid ihr, wenn ihr ein wenig mehr investiert und eure Sets bei Amazon oder einem deutschen Händler wie BlueBrixx kauft. Dort gibt es die Sets nur mit Originalverpackung. Und so sollte es auch sein.

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Review: Xingbao Maritime Museum

Ganze 5.052 Teile hat das Maritime Museum von Xingbao (XB-01005). Wenn das Set fertig aufgebaut vor einem steht, mag man das kaum glauben. Von den reinen Ausmaßen her ist es nicht viel größer als die LEGO Eckgarage und die hat gerade einmal halb so viele Teile. Wofür braucht Xingbao so viele Steine?

Nun, im Gegensatz zu vielen LEGO-Häusern ist das Xingbao Maritime Museum wirklich massiv. Es ist von allen vier Seiten geschlossen und hat ein wunderbar detailliertes Innenleben. Theoretisch könnte man selbst die Rückseite als Vorderseite nutzen. Die ist zwar nicht ganz so prachtvoll bestuckt, macht für eine Rückseite aber dennoch einiges her. Bei LEGO wäre das Haus hinten wahrscheinlich einfach offen. Das erhöht zwar die Bespielbarkeit, geht aber auf Kosten der Optik. Schon hier sieht man, an wen Xingbao sich mit dem Maritime Museum richtet: Erwachsene.

Langer Aufbau mit teils anspruchsvollen Bauschritten

Dass das Set nicht für Kinder gedacht ist, erkennt man auch an den Bautechniken. Die sind wie, bei Xingbao gewohnt, mitunter ein wenig kompliziert. Damit meine ich nicht, dass man die Anleitung nicht versteht, sondern dass einige Bauschritte ein wenig kniffelig umzusetzen sind. Hier und da benötigt man ein bisschen Fingerspitzengefühl. Manchmal auch ein wenig Kraft. Meiner Einschätzung nach sollten aber auch ältere Kinder kein Problem mit dem Maritime Museum haben – sofern sie über eine normale Frustrationstoleranz verfügen, versteht sich. Hinzu kommt, dass das Set mit über 5.000 Teilen wirklich sehr umfangreich ist und beim Bauen eine entsprechende Ausdauer verlangt. Ein gutes Beispiel ist der Boden, der zugleich eines meiner Lieblingsdetails ist. Ihm haben die Designer ein tolles Fliesenmuster spendiert. Dieses wird aber nicht mit einfachen Tiles gelegt, sondern aus 1×1 modified Bricks gebaut. Diese werden quasi seitlich gelegt, sodass die Noppen verschwinden und nur die glatte Seite der Steine sichtbar ist. Auf diese Weise entsteht außerdem ein Muster, das sich mit klassischen Bautechniken nicht erreichen ließe. Meiner Meinung nach eines der Highlights des Maritime Museums.

Auch andere Teile des Museums sind ein wenig frickelig. Ein anderes gutes Beispiel ist das Treppenhaus, das erst ganz am Ende einigermaßen Stabilität erhält. So ist es übrigens oft: Man muss die Teile während der Zwischenschritte mit den Fingern absichern, damit sie nicht gleich wieder auseinanderfallen. Wenn schlussendlich aber alles zusammengebaut ist, wird man mit einem wirklich schönen Design belohnt.

Ein tolles Displayset mit einigen wackeligen Teilen

Das „Gefrickel“ beim Bauen hat man an mehreren Stellen beim Maritime Museum. Und ganz ehrlich: Bei Xingbao gehört das einfach dazu. Viele Sets sind schlicht nicht für Kinder gemacht und orientieren sich an beliebten Designs aus der AFOL-Szene. Wer den einen oder anderen MOC gebaut hat, weiß, dass der simple Aufbau hier oftmals zugunsten der Optik geopfert wird. Beim Xingbao Maritime Museum sieht man dies unter anderem auch an den Fenstern, die ein wenig wackeln, dafür aber eine tolle Stuckfassade bilden. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Xingbao hier noch einmal nachbessern sollte. Irgendwie muss es doch möglich sein, tolle Designs zu schaffen, ohne dabei allzu frickelige Bautechniken zu nutzen. Das würde sicher auch der Stabilität des fertigen Sets gut tun. Denn das Xingbao Maritime Museum hat leider nicht nur eine Stelle, die auch nach dem fertigen Aufbau wackelt. Zu nennen wären hier auch die Fenster im ersten OG auf der Rückseite sowie das Vordach über der Fronteingangstür. Als Displayset eignet sich das Maritime Museum natürlich trotzdem, also keine Sorge.

Wunderbare Details im Innenraum – in einem LEGO-Set leider unbezahlbar

Die einzelnen Stockwerke lassen sich relativ leicht voneinander trennen, sodass wir auch einen Blick ins Innere werfen können. Xingbao hat auch hier geklotzt und nicht gekleckert. Drinnen finden wir nicht nur den tollen gekachelten Boden, den schönen Treppenaufgang, sondern auch, wie es sich für ein Museum gehört, auch einige Exponate. Im Erdgeschoss befindet sich ein großes Aquarium, das mit Fischen, Unterwasserpflanzen und Muscheln gefüllt ist. Daneben gibt es noch ein weiteres kleines Aquarium. Im ersten OG ist ein Skelett ausgestellt, das wahrscheinlich einen Wal darstellen soll. Im zweiten OG, dem obersten Stockwerk, finden wir gleich mehrere Exponate: zwei Haie, ein weiteres Aquarium sowie einen Glaskasten mit Knochen. Allein die Exponate im Maritime Museum würden den Preis bei einem LEGO-Set in astronomische Höhen schießen lassen. Auch hier sieht man, was uns Xingbao bei diesem Set für unser Geld bietet. Schade nur, dass das Haus wohl in den meisten Fällen geschlossen in der Vitrine oder der Stadt stehen wird. Zum Spielen eignet es sich aufgrund der teilweise wackeligen Konstruktionen aber ohnehin nicht.

Das Xingbao Maritime Museum: Fazit

Das Xingbao Maritime Museum ist in meinen Augen das bisher beeindruckendste Set von Xingbao. Nicht nur ist es von der Teileanzahl her das größte, auch übertrifft es die meisten normalen LEGO-Sets optisch und von den gebotenen Inhalten bei weitem. Was mich dennoch ein wenig stört, sind die teilweise wackeligen Konstruktionen. Diese sind natürlich auch der Optik geschuldet. Ich denke, wenn Xingbao dies in Zukunft noch in den Griff bekommt und dabei keine großen Kompromisse beim Design macht, wird es auch unter eingefleischten AFOLs viele neue Fans finden.

Kaufen könnt ihr das Xingbao Maritime Museum unter anderem bei Amazon.

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Wo ihr Xingbao kaufen könnt – Übersicht

Xingbao fängt gerade erst an, den europäischen Markt ins Visier zunehmen. Folgend eine laufend aktualisierte Übersicht mit Händlern, bei denen ihr Xingbao bestellen könnt. Ich werde versuchen, die Informationen möglichst aktuell zu halten. Solltet ihr falsche oder fehlende Infos finden, schreibt mir gerne eine Mail!

HändlerAuswahlWarenstandortPreiseZoll und UmsatzsteuerVersand
Aliexpress (deutscher Shop)größte Vielfalt an Xingbao-SetsChina oder SpanienGünstigste Preise am MarktBei Versand aus China: Zollgebühr 4,7% + 19% Einfuhrumsatzsteuer. Geringe Chance, dass das Set beim Zoll durchrutscht.
Bei Versand aus Spanien: Keine Zollgebühr und Einfuhrumsatzsteuer. In der Regel problemlos.
Aus China: Kostenloser Versand ca. drei Wochen.
Aus Spanien: Kostenloser Versand 1 – 5 Tage via GLS.
Amazon Deutschlandgeringere AuswahlDeutschland oder SpanienIm Schnitt etwas teurer als bei AliexpressZollgebühren und Umsatzsteuer bereits bezahlt und im Preis inbegriffen.Aus Deutschland: 1 – 2 Tage.
Aus Spanien: 5 – 10 Tage.
BlueBrixxbeste Auswahl für einen deutschen ShopDeutschlandIm Schnitt etwas teurer als bei AliexpressZollgebühren und Umsatzsteuer bereits bezahlt und im Preis inbegriffen.1 – 2 Tage.
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Welche Strategie verfolgt Xingbao und warum sollten wir ein Auge auf sie werfen?

Xingbao hat den Klemmbaustein nicht erfunden, Lego allerdings auch nicht. Was unterscheidet die beiden also? Die meisten AFOLs begegnen alternativen Herstellern von Klemmbausteinen mit viel Skepsis, manche auch mit offener Ablehnung. Oft führen sie gegen Marken wie Xingbao gleich mehrere Argumente ins Feld: die Qualität der Steine sei minderwertig, die Designs seien geklaut oder ständig fehlten bei den Sets Steine. Mit diesen Vorwürfen muss sich auch Mega-Construx (vormals Mega-Bloks) herumschlagen. Wer die Sets einmal selbst gebaut hat, weiß aber, dass das so nicht stimmt. Im Gegenteil: Inzwischen spricht vieles für Xingbao und andere alternative Hersteller von Klemmbausteinen.

Xingbao setzt auf eigene Designs und lizenzierte MOCs aus der Community

Xingbao ist jung und verfolgt einen ambitionierten Plan, der sich zunehmend in wirklich tollen Sets widerspiegelt. Statt wie andere chinesische Marken auf kopierte Designs zu setzen, hat Xingbao vor allem AFOLs im Visier. Seit 2017 bietet es anspruchsvolle Sets wie Dream Cars oder die Creative Cities an. Während Dream Cars sich wahlweise an der Technic-Reihe oder am alten Model Team von LEGO orientiert, werden die Sets aus der Creative Cities Serie vor allem den Fans der großen Modular Buildings gefallen. Wer sich auf die Sets von Xingbao einlässt, entdeckt oft unkonventionelle und interessante Bautechniken. Während LEGO seine erwachsenen Fans mit seinen Anleitungen und Designs zunehmend unterfordert, orientiert sich Xingbao an MOCs und dementsprechend anspruchsvollen Entwürfen. Die sehen nicht nur super aus, sondern bringen auch eine Menge Bauspaß.

Warum Xingbao für AFOLs einen Blick wert ist

Müssten wir die Kritik der Lego-Community auf zwei Punkte eingrenzen, wären dies folgende:

  1. LEGO verlangt immer mehr Geld für immer simplere Sets
  2. LEGO bietet immer seltener anspruchsvolle Designs (vor allem in der Technic-Serie)
Xingbao Maritime Museum
Ein tolles Set: Das Maritime Museum von Xingbao

Xingbao macht es genau umgekehrt: Die Designs richten sich vom Umfang und Anspruch her eher an Erwachsene als an Kinder. Gleichzeitig sind die Sets unschlagbar günstig. Das Maritime Museum ist mit 2.700 Teilen nicht nur massiv, sondern auch ein echter Hingucker, der voller interessanter Bautechniken steckt. Wo der dänische Hersteller bei seinen Gebäuden oft einfach die Rückseite wegspart (und uns das als Play-Feature verkauft), bietet Xingbao ein komplettes, mehrstöckiges Haus mit aufwendiger Stuckfassade und fantastischem Innenleben. Wer es direkt bei Xingbao bestellt, bekommt es schon für 160,- US-Dollar! Der Umweg über einen deutschen Amazon-Händler ist etwas teurer. Auch für die Technic-Fans bietet Xingbao einiges. Man schaue sich nur das Muscle Car von Designer Paul Boratko an: 2.000 Teile, ein super Design und das zu einem Preis von nur 60,- Euro. Zum Vergleich: Das Rallye Car von Lego (42077) hat bei einem UVP von 99,99 Euro gerade einmal 1.000 Teile und über das Design lässt sich streiten. Ein Hingucker oder technisches Wunder ist das Set in jedem Fall nicht, wie ich finde.

Xingbao sucht in Stellenanzeige nach erfahrenen Designern

Die tollen Designs kommen nicht von ungefähr. Statt die Designs von bekannten MOCs einfach zu klauen, setzt Xingbao auf Partnerschaften mit der AFOL-Community. Nicht nur Paul Boratko hat Entwürfe für aktuelle Xingbao-Sets beigesteuert. Auch Firas Abu-Jaber sowie Amador und Ramón sind mit wirklich tollen Modellen im Sortiment vertreten. Hinzu kommen eigene Designs, die sich weder vor MOCs noch vor den offiziellen Modellen von LEGO verstecken müssen. Das Ziel von Xingbao ist ganz klar, eine eigenständige und seriöse Marke aufzubauen, um damit den dänischen Platzhirschen herauszufordern. Dass in Zukunft noch mehr tolle Sets geplant sind, sieht man auch an dieser Stellenanzeige, in der Xingbao nach erfahrenen MOC-Designern für sein wachsendes Team sucht.

Der große Zielmarkt ist bei all diesen Vorhaben natürlich Asien. Das macht Sinn, denn hier sind die „Originale“ teilweise noch teurer als in den USA oder in Europa – und das bei niedrigerem Durchschnittseinkommen. In der 8-Millionen-Einwohner-Metropole Bangkok gibt es erst seit wenigen Wochen einen offiziellen LEGO-Store. Die meisten Menschen können sich die Sets dort schlicht nicht leisten. Dass alternative Hersteller wie Xingbao in Asien äußerst beliebt sind, haben auch Beyond the Brick festgestellt, als sie vor einiger Zeit in Vietnam zu Gast waren und dort eine lokale Gruppe AFOLs trafen. „Echtes“ Lego kauft dort kaum jemand. Das hat den netten Nebeneffekt, dass es aus Asien eine Menge toller Militär-MOCs gibt. Denn im Gegensatz zum dänischen Hersteller versperrt sich Xingbao militärischen Sets nicht. Es gibt sogar eine ganze Serie nur mit Jeeps, Panzern und Flugzeugen. Wer also Steine in Erdfarben, Dunkelgrün oder Grau sucht, wird bei Xingbao garantiert fündig.

Drei gute Gründe für Xingbao

Die Vorteile von Xingbao liegen auf der Hand:

  • Xingbao bietet anspruchsvolle Sets in tollen Designs und mit interessanten Bautechniken
  • Xingbao hat Sets im Sortiment, die wir bei LEGO vergeblich suchen
  • Sets von Xingbao sind unschlagbar günstig

Die rege Teilnahme an Spielzeugmessen, die liebevollen Designs der Verpackungen und die Stellenausschreibungen zeigen, dass Xingbao hoch hinaus möchte. Alles zielt darauf ab, eine seriöse Marke für Klemmbausteine aufzubauen. Ich bin gespannt, welche Ideen das Unternehmen in Zukunft umsetzt.